Timo Klöppel

Timo Klöppel „Lateinisches Land“ am Samstagabend bei Kwadrat

gallerytalk, Martina John, 15. 02.2013

Am Samstag den 16. Februar eröffnet Timo Klöppels neue Soloausstellung in Martin Kwades Kreuzberger Projektraum. Hinter dem ominösen Titel verbirgt sich zunächst einmal die architektonische Installation „Licht ist in der kleinsten Hütte“, eine mystiröse, aus sich heraus leuchtende „Raumschachtel“ mit Milchglasfenstern und schwarzem Kiesboden, die der Künstler zuerst in seiner eigenen Wohnung errichtete und in der er zwei Wochen zurückgezogen mit Schreiben und Denken verbrachte. In Klöppels (1981 in Berlin geboren) Installationen vermischen sich Innen und Außen, spiegeln architektonische Strukturen emotionale Zustände wider. Seine durchgestalteten Räume, die sich an der Schwelle zwischen dem inneren Selbst und der äußeren Welt zu befinden scheinen und schon einmal Sand ins Schlafzimmer und Meer in die Küche verpflanzen, laden sowohl zum Bewohnen als auch zur meditativen Betrachtung ein.